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Holzoberflächen reparieren

Ein kleiner Stoß, ein Schlag, ein schwerer Gegenstand, der herunterfällt, und schon ist das tolle Möbelstück beschädigt. Schnell passiert, doch oft auch rasch wiederhergestellt. Wir zeigen wie du kleine Risse, Löcher und Dellen auf Holzoberflächen einfach reparierst.

 
Holz weist eine ungleichmäßige Optik auf. Das ist auch gut so, sonst wäre eine Holzoberfläche relativ langweilig. Aber es kommt auch vor, dass Holz kleine Beschädigungen in Form ausgefallener Äste und Risse sowie Furnierfugen besitzt. Manchmal werden dem Holz auch bei der Verarbeitung oder gar bei der Nutzung unfreiwillig Schäden zugefügt.

Um solche Makel zu beseitigen gibt zwei Möglichkeiten. Je nachdem ob man mit rohem oder bereits lackiertem Holz arbeitet, gibt es entweder pastöse Holzkitte oder Reparatur-Wachskitt-Stangen. Auch die Tiefe der Beschädigung hat einen Einfluss. Kleinere Löcher kann man auch mit Wachskitt ausbessern. Für tiefere Öffnungen reicht nur ein pastöser Kitt.

In den meisten Fällen werden Möbeloberflächen bei der effektiven Nutzung beschädigt. Ein Stoß oder ein heruntergefallener Gegenstand reichen und der Stuhl, der Küchentisch oder der Holzboden hat ein kleines Loch.

Und nun? Gebeizte, lackierte oder lasierte Oberflächen kann man einfach mit Holzwachs ausbessern. Wir empfehlen Wachsstangen, da sie einfach anzuwenden und in vielen Farbtönen erhältlich sind. Für Flächen mit hoher mechanischer Beanspruchung, wie etwa Fußböden, eignen sich Hartwachs-Stangen. Auf nicht beanspruchten Oberflächen reichen Weichwachs-Stangen.

Damit man nach dem Ausbessern kaum noch etwas sieht, muss zuerst der geeignete Farbton ausgewählt werden. Weist das Holz mehrere Schattierungen auf, kannst du mit mehreren passenden Holzwachsstangen über die Schadstelle reiben.

Bevor das Wachs angewendet wird, muss die betroffene Stelle von losen und überstehenden Holzteilen befreit werden. Zudem muss sie sauber, fettfrei und trocken sein.

Der eigentliche Reparaturvorgang beginnt mit dem Auftrag des Holzwachses. Drücke genügend Wachs in die Lücke und entferne überschüssiges Material mit einer Spachtel - Vorsicht, nicht zu fest drücken und die intakte Oberfläche beschädigen. Am Ende sollte eine glatte Fläche entstehen. Bei einer Oberfläche mit mehreren Schattierungen eines Tones empfehlen wir am Ende mehrere Farbtöne einzusetzen und die Wachskittstangen nacheinander über die Oberfläche zu reiben. Beginne mit dem hellsten Ton und wiederhole es mit den jeweils dunkleren. So entsteht ein Muster, welches den Schaden optisch verdeckt.

Die behandelte Stelle musst du jetzt mit einem Klarlack versiegeln. Es gibt verschiedene Produkte. In Sprayform oder zum Streichen, in verschiedensten Glanzgraden und auf Wasser oder Lösemittelbasis. Ob zum Spritzen oder Streichen bleibt dir überlassen, das ist eine Sache der Bequemlichkeit. Der Glanzgrad sollte jenem der Oberfläche ähnlich sein. Und ob auf Wasser- oder Lösemittelbasis macht für das Ergebnis letztendlich keinen Unterschied: unter normalen Verhältnissen eignen sich beide gleich gut. Vorsicht: nicht zu viel auftragen.

Nachdem die Oberfläche versiegelt wurde, benötigst du ein feines Schleifpapier (320 - 360er Körnung) oder ein Schleifvlies. Damit bearbeitest du die lackierte und getrocknete Oberfläche (Trockenzeit vom Lack abhängig). Leichtes Anschleifen reicht. Danach gründlich entstauben.

Abschließend benötigt die Oberfläche nochmal eine Lackierung. Wiederhole den Vorgang von Punkt 4. Auch hier gilt, nicht zu satt aufzutragen. Besser eventuell nochmal eine weitere Schicht aufzutragen.